Saturday, 12. december 2009
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14:23
Es ist wiedermal an der Zeit das Jahr 2009 Revue passieren zu lassen und dazu gehört, wie jedes Jahr, die Wahl der Wörter und Unwörter des Jahres. Gewonnen hat diesen unterhaltsamen und gleichsam
mäßig sinnvollen Wettbewerb, ein Wort, das die Studierenden seit einiger Zeit beschäftigt. Audimaxismus! In Anlehnung an die Besetzung des größten Hörsaals der Universität Wien, wurde die Tätigkeit
des revolutionären Nachwuchses dieses Landes durch diese Auszeichnung geehrt. In der Bevölkerung war diese Besetzung von Anfang an auf harte Gegenwehr gestoßen. Die arbeitende Bevölkerung konnte
nicht verstehen, wieso man durch dieses Vorgehen noch mehr Steuergeld unnötig verbraten musste. Aber auch unter den Studierenden selbst schwindet die Zustimmung zum bildungspolitischen
Himmelfahrtskommando namens Audimaxismus. Die genialen Audimax-Strategen haben einfach den idealen Zeitpunkt für eine geordnete Auflösung verschlafen und machen sich mit ihren weltverbesserischen
Absichten nur noch selbst lächerlich. Am Ende zahlt wieder jemand drauf, der gar nix dafür kann: Die Bildung! So positiv das ganze angefangen hatte, so sehr es von sinnvollen Vorschlägen geprägt
war, so sehr droht es nun auch in einem, mit Analogkäse überzogenen, Eintopf von "weltfremden" Forderungen unterzugehen. Hoffen wir mal dass selbiger Analogkäse nicht in zu großen Mengen in der
Volxküche verarbeitet wurde. Nicht dass es am Ende noch den ganzen obdachlosen Freunden der Audimaxisten den Magen verklebt. Nachdem dieser ja zum Unwort des Jahres auserkoren wurde, könnte man ja
getrost ein Verbot dieses Lebensmittels einfordern. Am Sektor Ernährung und Kulinarik waren die audimaxistischen Forderung bisher ja ziemlich blass geblieben und schlecht ausgearbeitet. Naja
Geschmäcker sind nunmal verschieden, manche verschiedener als andere...
Mit audimaxistischen Grüßen
Euer Polikrates
Mit audimaxistischen Grüßen
Euer Polikrates